Gröpertorschule und Familie Kalkbrenner sind sehr zufrieden Kirchenrock bis in die Nacht

Premiere in der Martinikirche: Fünf Bands haben beim ersten Church Rock Festival für ausgelassene Stimmung gesorgt. Nach dem erfolgreichen Abend sprechen die Organisatoren von einer Neuauflage...

rst Mitte August war die Martinikirche anlässlich der Nacht der Kirchen wieder einmal Konzertraum. Die Banda internationale mit Dresdener und aus aller Welt geflohenen Musikern formte an dem Abend mit Klängen aus den unterschiedlichen Herkunftsländer ein buntes Programm.
Acht Wochen später erklang wieder Musik in der Kirche. Diesmal sorgten bei der Premiere des Church Rock Festivals fünf Bands für einen ganz anderen Sound. Es war unbedingt lauter, dafür umso rockiger, ganz dem Motto entsprechend. Und die Instrumente wurden erst nach Mitternacht beiseite gelegt.
Die Idee für den langen Abend war geboren worden, nachdem zwei erfolgreiche Schulhofkonzerte an der Europaschule „Am Gröpertor“ bei der
Schüler- und Lehrerschaft für Begeisterung gesorgt hatten. Den Vorschlag dafür hatten Marcel und Nicole Kalkbrenner an die Schulleitung herangetragen und dank ihrer Kontakte zu zahlreichen Bands die Musiker nach Halberstadt gelockt.
Zu dem Zeitpunkt spukte im Kopf von Marcel Kalkbrenner schon der Gedanke im Kopf von „einer Nummer größer“ herum. Ein Rockfestival in der Stadt sollte es sein.
Mit Jonathan Zachrau fand er einen weiteren Mitstreiter, mit der Gröpertorschule Unterstützer und mit Daniel Szarata den Schirmherren für die Veranstaltung. Diese Entstehungsgeschichte verriet Schulleiter Björn Ahlsleben zwischen zwei Bandauftritten. „Ich bin begeistert von der Musik und der Stimmung“, sagte er. Seine Schule wolle einen Beitrag zur kulturellen Bereicherung der Stadt leisten und hätte deshalb diese tollen Ideen gern unterstützt. Man sei interessiert an weiteren Vorschlägen, die dazu beitragen.
„Ich dachte mir, dass in Halberstadt wieder etwas mehr los ein könnte“, begründete Jonathan Zachrau sein Engagement, „nach dem ersten Kontakt mit der Familie Kalkbrenner hat sich eine tolle Zusammenarbeit entwickelt, so dass die Idee von einem Kirchenrockfestival schnell Formen annahm.“
Marcel Kalkbrenner organisierte die Bands. Sein Ziel war aber nicht nur, möglichst viele Leute neugierig zu machen auf deren Musik, sondern im Ergebnis des Abends nach Abzug aller notwendigen Kosten Geld für weitere Schulhofkonzerte und für die Pferdezucht der Schule zu bekommen.
„Als Jonathan zu mir kam mit der Bitte um die Schirmherrschaft, habe nicht geahnt, welch Aufwand für solch ein Festival betrieben werden muss“, gestand Daniel Szarata, „umso begeisterter bin ich von dem Ergebnis. Dank der engagierten Organisatoren und vielen fleißigen Helfer aus der Gröpertorschule, die beim Aufbau und bei der Vorbereitung des Abend geholfen haben, wäre dies nicht zu schaffen gewesen. „Hier wurde wieder einmal nachgewiesen, dass man ein paar verrückte Leute als Ideengeber und Unterstützer haben muss, damit in unserer Stadt so etwas möglich wird.“
„Es ist fantastisch gelaufen“, resümierte Marcel Kalkbrenner, „die Musik war Klasse, die Stimmung einzigartig, die Besucher waren zufrieden.“ Es werde nicht nur weitere Schulhofkonzerte an der Europaschule geben, sondern auch eine Fortsetzung des Church Rock Festivals, betonte er nach dessen gelungener Premiere und richtete seinen Dank an die Bands, das Publikum, die Helfer, die Sponsoren und jene, die vor der Kirche die Versorgung meisterten.
Rund 200 Besucher hatten die Bands gefeiert, deren Auftritt jedes Mal mit einem kurzen Glockengeläut angekündigt wurde. Schon als die Alternative Rock Band Ex Tales aus Braunschweig den Abend mit Rock in verschieden Varianten eröffnete, sprang der Funke über.
„Handgemachte Musik ist schon etwas Besonderes“, sagt Marcel Kalkbrenner aus eigener Erfahrung, „sie live zu erleben macht unwahrscheinlich viel Spaß. Das spürten auch die Zuhörer aus den verschiedenen Altersgruppen.
The Friday Knight Ilsenburg coverten nicht nur gekonnt die Hits unter anderem von Tom Petty, Neil Young, The Eagles, REM, Pink Floyd und Billy Idol, sondern präsentierten auch eine starke Eigenkomposition. Im Anschluss ließen die Togos aus Thale die Musik der 1960er und 1970er Jahre aufleben, die von ihrer Lebendigkeit nichts verloren haben.
Die Metalcore/Post-Hardcore-Band Black Tooth Scares aus Leipzig legte großen Wert darauf, ihre Songs und Emotionen perfekt rüber zu bringen.
Die Fans von harten Riffs erlebten Power, aber auch ruhige, emotionsgeladene Passagen.
Me on Monday, ebenfalls aus der Messestadt angereist, setzten mit ihren Pop Punk den musikalischen Schlusspunkt für einen von Lebensfreude und Spaß getragenen langen Abend. Das Quintett hatte schon beim Schulhofkonzert sein Publikum aufgemischt. Das wollen auch die Ex Tales, die sich bereits für einen Auftritt in der Gröpertorschule vormerken ließen.

von Volksstimme

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