Berufsorientierung und Vorbereitung auf die Arbeitswelt

Berufsorientierung bedeutet für uns, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler einen ehrlichen und sinnvollen Eindruck von der Arbeitswelt und ihren Anforderungen machen können. Dass sie in der Lage sind, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen und frühzeitig einen engen Kontakt zu diesen aufzunehmen. Und das alles schon während ihrer Schulzeit und nicht erst danach.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dass es wichtig ist und sich lohnt, sich einem möglichen Arbeitgeber motiviert, aufgeschlossen und zielstrebig zu präsentieren, seine Talente herauszustellen und zu zeigen, dass man eine gute Ausbildung bei einem starken Unternehmen beginnen möchte.

Unsere Partner unterstützen uns bei dieser Herausforderung und haben eine Menge zu bieten. Nicht nur Ausbildungsplätze. Aber es liegt an unseren Schülerinnen und Schülern, sich bestmöglich zu präsentieren. Dann hat jeder eine Chance, schon während der Schulzeit bei uns, einen Ausbildungsplatz und eine hervorragende Ausbildung zu bekommen!

Jörg Wenske

Wirtschaft, Technik, Religion

Leiter der Berufsorientierung

Christopher Warzecha

Wirtschaft, Technik, Informatik

Teamleiter "Schulhaus"

Aktuelle Meldungen

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Um den Schülern beste Berufsaussichten zu bieten, beschreitet die Europaschule „Am Gröpertor“ erfolgreich neue Wege in Sachen Berufsorientierung und schreibt unter anderem durch spezifische Kooperationen mit regionalen Unternehmen eine Erfolgsgeschichte.

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Eine sinnvolle und zukunftsorientierte Berufsorientierung möchte auch die DB Netz AG unterstützen und besiegelte die Zusammenarbeit mit der Europaschule "Am Gröpertor" in einem Kooperationsvertrag, der im Rahmen des traditionellen Weihnachtsmarktes der Schule unterzeichnet wurde.

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Um jungen Menschen das Handwerk näherzubringen und ihnen über Praktika und Ferienarbeit auch eine Facharbeiterausbildung schmackhaft zu machen, hat die Industriebau Wernigerode GmbH eine Kooperationsvereinbarung mit der Schule „Am Gröpertor“ in Halberstadt geschlossen.

Das sind unsere Partner

Wir sind sehr stolz, die folgenden Unternehmen zu unseren Partnern zählen zu können. Es ist ihr besonderer Einsatz, der unsere Idee der Berufsorientierung mit Leben füllt und damit einmalige Chancen bietet. Unsere Partner wollen, dass die Träume unserer Schülerinnen und Schüler in Erfüllung gehen.

Unser Konzept

Mit unserem Konzept versuchen wir einen neuen Weg zu gehen, der unsere Schülerinnen und Schüler direkt zu verschiedenen Unternehmen führt, vor denen sie sich präsentieren, die sie aber auch genau kennenlernen dürfen.

Ausgangslage

Die Berufsorientierung für Jugendliche kann nicht allein durch die schulische Berufsorientierung (BRAFO) mit freien Trägern abgedeckt werden. Eine sinnvolle und effektive Berufsorientierung einer Schule muss mit den Interessen und Anforderungen der Wirtschaft, also mit den Unternehmen selber verknüpft werden!

Schlussfolgerungen

Unternehmen aus der Wirtschaft müssen ihre Nachwuchskräftegewinnung schon in der Schule ansetzen, um Schülerinnen und Schülern vor allem praktisch in dieser Zeit eine Orientierung zu geben, wofür sie eigentlich lernen wollen und für welche Perspektiven sie geeignet sind.

Weiterhin müssen Unternehmen auch an dieser Stelle schon Aufgabenfelder und Berufsanforderungen darstellen, um einerseits Vorurteile abzubauen und andererseits ein realistisches Bild über die einzelnen Tätigkeiten und Aufgaben eines Ausbildungsberufes verschaffen zu können.

Die Unternehmen müssen also frühzeitig Kontakte zu Schülerinnen und Schülern aufnehmen und Bindungen eingehen können. Berufsorientierung braucht ein gegenwärtiges und reales Ziel und nicht nur beispielhafte Arbeit auf Berufsfeldern bei freien Trägern!

Ziele

  1. Schülerinnen und Schüler sollen frühzeitig in Kontakt mit Unternehmen gelangen und eine Bindung aufbauen können.

  2. Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, sich und ihre Kompetenzen erfolgreich zu präsentieren, einen guten Eindruck bei Unternehmen zu machen und von diesen ein positives Feedback dafür zu bekommen.

  3. Unternehmen sollen sich und ihre Berufsfelder realistisch darstellen können und ebenso frühzeitig Kontakt zu potenziellen und geeigneten Nachwuchskräften aufnehmen.

  4. Schülerinnen und Schüler sollen sich auf der Basis dieser Erfahrungen für ein sinnvolles Praktikum und letztlich den richtigen Berufsweg entscheiden.

Praktische Umsetzung

Die vorgenannten Ziele bilden die Orientierung und die Grundlage der Maßnahmen, die an der Europaschule „Am Gröpertor“ umgesetzt werden und eine effektive Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler und ebenso eine erfolgreiche Nachwuchskräftegewinnung für die Unternehmen unterstützen und gewährleisten sollen. Alle Instanzen werden im Folgenden detailliert beschrieben.

  • Kooperationsvertrag

    Der Kooperationsvertrag bindet ein Unternehmen an die Schule und ist grundsätzlich befristet, da ein enger und wiederkehrender Austausch zwischen der Schule und dem Partner-Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. Im Kooperationsvertrag werden gemeinsame Maßnahmen und Projekte der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung festgelegt. Dabei ist dem Gestaltungsspielraum seitens der Unternehmen keine Grenzen gesetzt, mindestens jedoch beinhaltet die Kooperation mit der Europaschule „Am Gröpertor“ die folgenden Maßnahmen.
  • Homepage und soziale Netzwerke

    Den ersten Kontakt zu Partner-Unternehmen erhalten die Schülerinnen und Schüler über die Homepage und die Kanäle der Schule in den sozialen Netzwerken. Auf der Homepage werden die Partner-Unternehmen exklusiv vorgestellt und verlinkt. Alle Aktivitäten mit diesen Unternehmen, zu denen Berichterstattungen in jeglicher Form angefertigt wurden, werden hier dokumentiert. Die Unternehmen entscheiden zusätzlich über die Verlinkung und Informationen, die hier den Schülerinnen und Schülern zukommen sollen. Auch Einladungen zu Veranstaltungen, Messen oder anderen Projekten sind hier denkbar.
  • Power-Presentation

    Eine Unternehmensvorstellung in kurzer Form, die Fragen aufwirft und Neugier hinterlässt. In dieser Veranstaltung kommt ein Partner-Unternehmen in die Schule und präsentiert sich im Unterricht. Diese Präsentation soll maximal 15 Minuten dauern. Im Anschluss kann die begonnene Unterrichtsstunde genutzt werden, um Fragen zu beantworten oder die Jugendlichen auf den That´s-Me-Day vorzubereiten. Wichtig ist hier: In der Kürze liegt die Würze! Neugierig machen ist besser als zu langweilen. Offene Fragen halten das Interesse hoch. Und der Rahmen einer Unterrichtsstunde bietet auch nach den 15 Minuten genug Zeit, Dinge und Informationen, die für ein Unternehmen wichtig sind, mitzuteilen.
  • That’s-Me-Days

    Die That’s-Me-Days bilden das Herzstück der Berufsorientierung an der Europaschule „Am Gröpertor“. Diese Tage sind so gestaltet, dass in kleinen, von Vertretern des Unternehmens beobachteten, Aufgabenstellungen Kompetenzen gezeigt und Talente entdeckt werden sollen. Hier bieten sich kleinere Gruppen von Teilnehmern an, die nacheinander mehrere Aufgaben bewältigen müssen.

    Schülerinnen und Schüler sollen sich und ihre Stärken an diesem Tag präsentieren. Ganz wichtig: Es geht darum, handlungsorientiert ein Unternehmen und seine Anforderungen kennenzulernen und dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, potenzielle Nachwuchskräfte zu erleben und sie an sich zu binden. In diesem Sinne muss es immer ein Feedback für diese geben, durch die sie auf Stärken, Schwächen und Potentiale hingewiesen werden.

    Diese Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt, um Jugendlichen Perspektiven für ihre berufliche Zukunft frühzeitig aufzeigen zu können, ihnen einen realistischen und ehrlichen Blick in die Arbeitswelt des jeweiligen Unternehmens zu bieten und letztlich zu vermitteln, dass jeder, der sich anstrengt, auch Erfolg haben wird.

    In diesem Sinne wird es für positive Eindrücke bei diesen Tagen auch ein Zertifikat geben, welches einer Bewerbung hinzugefügt werden kann. Somit können alle Partner-Unternehmen der Schule in einer Bewerbung sofort anhand der Zertifikate einschätzen, in welcher Weise sich eine potenzielle Nachwuchskraft bei den That’s-Me-Days vor anderen Unternehmen präsentiert hat.
  • Das richtige Praktikum

    Eine wichtige Aufgabe der That´s-Me-Days ist es, Schülerinnen und Schülern interessante Aufgabenfelder und Tätigkeiten, sowie attraktive Unternehmen näherzubringen und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, ein effektives und ansprechendes schulisches Betriebspraktikum durchzuführen. Genau so soll es den Unternehmen möglich sein, potenzielle Ausbildungsbewerber zu einem Praktikum einzuladen.

    Diese Praktika als Institution der vom Bundesland vorgegeben Berufsorientierung (BRAFO) sind in das Konzept der Berufsorientierung der Schule eingebettet und können durch freiwillige Praktika in den Ferien oder im Nachmittagsbereich ergänzt werden.
  • Sight-Seeing – Die schulinterne Unternehmens- und Berufemesse

    Diese Messe soll angelehnt an die That´s-Me-Days konkret Unternehmen einladen und ihre Ausbildungsberufe anbieten. Auch hier sollen handlungsorientiert kleine und kleinste Aufgaben von Schülerinnen und Schülern bewältigt werden. Diese sollen jedoch freiwillig und interessenbezogen oder nach direkter Einladung durch ein Unternehmen einen Stand besuchen. Eine aussagekräftige Bewerbungsmappe kann eine zusätzliche Anforderung von Unternehmen sein, die auf dieser Messe vorhandene Ausbildungsplätze und geeignete oder interessierte Bewerber zusammenbringen.

    Diese Messe wird dahingehend auch in der Schule eingehend vorbereitet. Hierzu gehört das Festigen von Kommunikationskompetenzen und Verhaltensmaßgaben, genau so wie das Anfertigen einer angemessenen Bewerbungsmappe. Selbstverständlich müssen die angebotenen Ausbildungsplätze der teilnehmenden Unternehmen den Lehrkräften bekannt sein.
  • Lehrstellenmarkt auf der Homepage

    Auf der Homepage und den Kanälen der Schule in den sozialen Netzwerken können vorhandene Lehrstellen der Partner-Unternehmen veröffentlicht werden. Die Angebote sollen lediglich das Aufgabengebiet bzw. die Ausbildung, das Unternehmen und den Ausbildungsort, die Voraussetzungen und den Ansprechpartner enthalten. Ein zielführender Link ist obligatorisch.
  • Netzwerktreffen

    Das Netzwerk der Partner-Unternehmen der Schule trifft sich mindestens einmal im Jahr. Hier geht es um das Absprechen gemeinsamer Maßnahmen und Vorgaben, wie z.B. in Bezug auf eine Bewerbungsmappe und natürlich um einen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen.

    Aufgewertet wird das Treffen in der Regel mit einem zusätzlichen Input, der durch ein Partnerunternehmen, die Schule oder auch einen externen Anbieter gegeben wird.

Voraussetzungen

Ein solches Konzept hängt immer vom Engagement der Beteiligten ab. Die Schule wird den Partner-Unternehmen immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, geplante Projekte unterstützen oder Anforderungen im Bewerbungsprozess umsetzen.

Ferner haben natürlich die Partner-Unternehmen die wichtige Aufgabe, Power-Presentations, That´s-Me-Days und die Berufemesse Sight Seeing konzeptionell und inhaltlich mit Leben zu füllen. Dies ist anfänglich eine etwas größere Herausforderung, die sich jedoch langfristig bezahlt machen wird. Ein gutes Konzept kann jedes Jahr wieder benutzt und darüber hinaus bei Bedarf leicht und unkompliziert angepasst werden. Hierzu sind speziell beauftragte Mitarbeiter, die auch als Ansprechpartner für die Schule fungieren, sehr wichtig.

Alle Veranstaltungen finden am Vormittag statt, sodass sie als Schulveranstaltung verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler sind. Die Lehrkräfte der Schule begleiten diese und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Schlussbemerkungen

Die Berufsorientierung ist eine zentrale Aufgabe der Sekundarschule, die explizit auf den praktischen und handwerklichen beruflichen Bildungsweg (im Unterschied zum Gymnasium, dass auf eine höhere Bildung und ein Studium vorbereiten soll) abzielt. Insofern ist es ein Anspruch der Europaschule „Am Gröpertor“ diese Berufsorientierung so effektiv und sinnvoll wie möglich zu organisieren. Unternehmen aus der Wirtschaft spielen dabei eine bedeutende Rolle, denn nur diese können wirklich verdeutlichen, welche Kompetenzen und Werte für sie wichtig sind.

Schülerinnen und Schüler benötigen diese Orientierung durch Vertreter aus der Wirtschaft frühzeitig und im direkten Austausch. Sie müssen verstehen, dass sie nur durch Motivation, Einsatzwille und grundlegende Kompetenzen einen erfolgreichen und vor allem für sie geeigneten Berufsweg einschlagen können. Sie müssen sich Unternehmen positiv präsentieren und zeigen, welche Stärken sie haben. Genau so müssen Unternehmen zeigen, dass eine Ausbildung bei ihnen zu einem langfristigen und sicheren Berufsweg führt.

Eine rein schulische, durch das Bundesland aufgelegte Berufsorientierung (BRAFO) kann diese Herausforderung nicht leisten, weshalb dieses Konzept nur durch die grundsätzliche Unterstützungsbereitschaft der Partner-Unternehmen funktioniert und damit seinen besonderen Wert erzielt.

BRAFO - Berufsorientierung in Sachsen-Anhalt

Das Landesberufsorientierungsprogramm BRAFO - Berufswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren - gibt jährlich rund 10.000 Schülerinnen und Schülern der Schuljahrgänge 7 und 8 in Sachsen-​Anhalt die Möglichkeit, ihre berufsbezogenen Interessen zu erkunden, sich in unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten zu erproben und dabei die eigenen Stärken und Talente kennenzulernen.